2015 MTB TransDolomiti - vokra.de

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2015 MTB TransDolomiti

Auf Tour
MTB-TransDolomiti 2015
3 Räder, 3 Radler und 3 unsichtbare Zinnen
Vom Zillertal kreuz und quer durch die Dolomiten nach Trient
In dieser Konstellation das erste Mal!
Nein, der junge Mann rechts mit dem sanften Lächeln ist nicht der Betreuer der älteren Herren daneben.

Die Anreise und folglich auch wieder die Abreise erfolgen mit dem PKW. Bedeutet: Wir sollten am Ende der Tour auch dort wieder ankommen, wo das Auto abgestellt ist. Wir wählen einen Parkplatz in der Nähe von Innsbruck, damit die Rundtour mit einer Abfahrt vom Brenner gekrönt werden kann.
Wie schon im letzten Jahr starten wir mit einem Aufstieg aus dem Zillertal zum Pfitscherjoch. Dort verläuft auf dem Alpenhauptkamm die österreichisch-italienische Grenze.
Morgen soll die anspruchsvollste Etappe dieser Tour sein. Doch abends, beim Gipfelbier, gibt uns der Hüttenwirt des Pfitscherjochhauses eine klare Absage für unseren Plan: "Da kommt ihr mit den Radln nicht rüber..." Das hatte Volker bei der Planung eigentlich anders in Erfahrung gebracht. Die Alternative über das Pfundererjoch ist streckenmäßig länger und hat mehr Höhenmeter...
Doch bevor es da hoch geht, können wir die tolle Abfahrt auf der alten Militärstraße der Südseite des Pfitscherjochs genießen.
Beim Aufstieg zum Pfundererjoch werden schon knapp hinter der  Baumgrenze die Wasserreserven knapp. Das klare Wasser der Gebirgsbäche rettet uns.
Dieses Foto dokumentiert die Minuten, in denen sich Udo ernsthaft fragt, wie er wohl die nächsten Tage für sich gestaltet. Irgendwo am Gardasee abhängen? Jedenfalls nicht noch weitere Etappen wie diese heute. Die 1100 Höhenmeter zum Pfundererjoch hoch haben es in sich, sie müssen fast durchgängig geschoben werden.
Umso frustrierender für Udo, der auf dem Pass feststellen muss, dass hier kein Weizen serviert wird...
Wir sind im August unterwegs, das ist Hauptsaison und auf den Hütten kann es eng werden. Deshalb haben wir viele Unterkünfte vorgebucht (und bezahlt).
Das Pfundererjoch hat uns an diesem Tag viel Zeit gekostet, die Lavaralla-Hütte im Fanes-Tal erscheint selbst mit Hilfe aller Optionen (Bahn, Bus) unerreichbar. Am Ende rettet uns der Jeep-Lift des Hüttenwirtes.
Bei der Abfahrt ins Pustertal versagt plötzlich Volkers Hinterradbremse. Die Abfahrten werden für ihn zum schwer kalkulierbaren Nervenkitzel. Das passiert auch noch an einem Samstag und eine Reparatur ist vor Montag nicht in Aussicht. Hier versucht er mit dem eiskalten Wasser den Bremszylinder und das Öl zu kühlen - ohne nennenswerten Erfolg.
Bei mancher Abfahrt hilft es nur, einen Fuß zwischen Rad und Hinterradstrebe zu klemmen und damit abzubremsen...
Die Drei Zinnen sollten ein Highlight dieser Tour werden. Die Auffahrt zur Auronzo-Hütte haben wir uns auch schwer erkämpft. Doch hier, am Fuße einer der Drei Zinnen, gibt es nichts als Nebel.
In der Hütte haben wir alle Mühe, unsere vom Anstieg schweißnassen Klamotten für den nächsten Tag wieder trocken zu bekommen. Es gibt keine Heizung und nichts zum Aufhängen. Das Raumklima entwickelt sich nicht gerade einladend.
Der bange Blick am nächsten Morgen aus dem Hüttenfenster verheißt nichts Gutes: Der Nebel ist noch dichter geworden, es wird gar nicht richtig hell. Unter diesen Umständen verzichten wir auf die eigentlich geplante Umrundung des Gebirgsmassivs.
Udo übt sich für die bevorstehende Abfahrt auf der Mautstraße im korrekten Sitz der Beinlinge. Nicht nur wärmend - durchaus auch kleidsam!  
So manches Joch muss noch erklommen, und so manche Almkuh vom Weg gedrängt werden, bis wir die  MTB-Top-Location Alleghe erreichen. Diese bietet sich für einen längeren Aufenthalt an. Das mittlerweile perfekte Wetter verlockt uns zu mancher Fotosession.
In Alleghe steht die im Buch "Die schönsten Singletrails der Alpen“ empfohlene Strada da la Vena an.
Die Anstiege können weitgehend mit Seilbahnen und einem Bustransfer bewältigt werden. Trotzdem sind wir den ganzen Tag für 35 epische Abfahrtskilometer unterwegs.
Auf dem Weg Richtung Trient steht uns noch der Passo San Pellegrino (1918m) im Weg. Beim Brennen der Mittagssonne können 15% Steigung trotz Teerbelag schnell ermüdend wirken.
Am Lago di Caldonazzo haben wir die hochalpinen Regionen endgültig verlassen. Wozu noch an den Gardasee fahren - hier ist es doch genauso schön - und das mediterrane Klima ist vergleichbar.
Finale bei Innsbruck. Das Auto steht noch wohlbehalten am alten Platz und wir haben die Tour auch ohne größere Blessuren überstanden. So manchem stehen jedoch die Strapazen und Entbehrungen ins Gesicht geschrieben (Jürgen: 9 Tage ohne Currywurst, Volker: 2 Tage ohne Hinterradbremse und Udo ganz entspannt: 9 Tage ohne Panne und nur ein Sturz...)
In 10 Stunden wird uns die Heimat wieder zurück haben.
Tourdaten
Donnerstag, 20. bis Samstag, 30. August 2015 (9 Tage)
:::  434 km  :::  10470 hm  :::
Teilnehmer: Jürgen, Udo und Volker

Mayrhofen (Zillertal) ## Pfitscherjoch (2276m) ## Pfundererjoch (2568m) ## Fanestal ## Dürrensteinhütte ## Plätzwiese ##
Toblacher See ## Auronzo-Hütte (Drei Zinnen) ## Cortina d'Ampezzo ## Croda da Lago ## Alleghe ##
Strada de la Vena ## Passo San Pellegrino (1918m) ## Predazzo ## Lago di Caldonazzo ## Trient ## Brenner-Pass ## Innsbruck .
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